Von Bach bis Bornefeld

Roman Summereder

Orgelkonzert am 9.Februar

Vortrag und Konzert

 Am Sonntag, 9.Februar um 17.00 Uhr spielt Prof. Roman Summereder aus Wien Werke von Bach, Bornefeld, Cage, Messiaen, Reda und Schönberg auf der Orgel in der Michaelskirche. Am Freitag davor (7.Februar) um 18.30 Uhr hält er einen Vortrag mit Tonbeispielen im Oetinger Gemeindehaus zum Thema: Schöpferische Impulse aus Heidenheim - Helmut Bornefeld, die Orgel und das 20.Jahrhundert.   

 

Zu Helmut Bornefelds 30. Todesjahr

Vortrag und Konzert mit Roman Summereder

 

Im Februar 1990 verstarb der vielseitig begabte und tätige Kirchenmusiker, Komponist und Orgelsachverständige Helmut Bornefeld. Er war an Paulus- und Michaelskirche Heidenheim von 1937 bis 1971 tätig und hat in dieser Zeit zahlreiche auch weiterhin wirksame Spuren hinterlassen, unter anderem etliche nach seinen Vorstellungen gestaltete Kirchenorgeln und ein umfangreiches kompositorisches Werk.

 

Die ev. Kirchengemeinde Schnaitheim eröffnet die Reihe der Bornefeld-Veranstaltungen mit einem Vortrag am Freitag, 7.Februar., 18:30 Uhr, im Oetinger-Gemeindehaus Schnaitheim und einem Orgelkonzert am Sonntag, 9.2., 17 Uhr, in der Schnaitheimer Michaelskirche. Prof. Roman Summereder, Wien, ist Referent und Organist in einer Person.

 

Summereder studierte in Wien u.a. bei Anton Heiller und in Brüssel. Als Hochschullehrer, Leiter einer Orgelklasse, Konzertorganist und Musikpublizist ist er u.a. mit etlichen Veröffentlichungen zur Orgelmusik der Moderne hervorgetreten. Er hat die erste Gesamtaufnahme aller Orgelwerke von Anton Heiller eingespielt und ist derzeit mit der Einspielung der Orgelmusik von J.N. David befasst. Ende September 2006 war Summereder maßgeblich an der Durchführung des Heidenheimer Bornefeld-Wochenendes als Organist und Referent beteiligt.

 

Der Freitags-Vortrag (7.2.) steht unter dem Thema „Schöpferische Impulse aus Heidenheim: Helmut Bornefeld, die Orgel und das 20. Jahrhundert“. Summereder stellt Bornefelds Arbeiten in den Zusammenhang der „Orgelbewegung“ und der Entwicklung der Musikkomposition im vergangenen Jahrhundert. Er gilt als ausgewiesener Kenner dieser Materie und hat schon mehrfach dazu publiziert, so auch über die von Bornefeld und Siegfried Reda durchgeführten Heidenheimer Arbeitstage für Neue Kirchenmusik 1946-60.

 

Das Programm zum Orgelkonzert am Sonntag (9.2.) stellt Summereder unter das Motto „Helmut Bornefeld im Kreis komponierender Kollegen“. Als Eröffnung erklingt eine Fantasie von Charles Racquet, Organist an Notre Dame in Paris, mit der dieser Renaissance-Komponist exemplarisch zeigt, was man auf einer Orgel klanglich alles machen kann. Natürlich sind auch zwei Bornefeld-Werke im Programm, als eigentliches „Memento“ seine Choralpartita „Mit Fried und Freud fahr ich dahin“. Dazwischen gibt es eine Reihe musikalischer Raritäten von seinen Zeitgenossen Arnold Schönberg, Olivier Messiaen, Mauricio Kagel, Siegfried Reda und John Cage. Mit all diesen Komponisten hat sich Bornefeld beschäftigt, sich auch an ihnen gemessen, an ihnen gerieben, einige geschätzt, anderen widersprochen. Den Schluss bildet ein Stück von J.S. Bach, quasi als Rückkehr zu den Quellen.

 

Der Eintritt zu Vortrag und Orgelkonzert ist frei. An den Ausgängen werden Spenden erbeten. Nach dem Konzert sind die Zuhörer zu einem Getränk und Gesprächen eingeladen.

 

Weitere Konzerte zum Bornefeld-Gedenkjahr veranstaltet der Förderverein für Neue Musik am Sonntag, 8.3., 17 Uhr, in der Musikschule mit dem Flötisten Peter Thalheimer sowie die ev. Paulus-Wald-Kirchengemeinde  am Samstag, 19.9., 19 Uhr, in der Michaelskirche Heidenheim, ebenfalls mit Peter Thalheimer, mit Hartwig Groth, Viola, und Dörte-Maria Packeiser an der Orgel.

 

Jutta Reick